Dienstag, 9. Dezember 2014

Alte Uhr - neuer Look? Breitling Bänder im Vergleich - an der Breitling Chronomat B04 47 GMT Limited Edition

Zu Vintage Modellen ist es legitim sie um neue Bänder zu ergänzen und wie ich meine, kann man wirklich schöne Ergebnisse erzielen. Sogar welche, die so gut aussehen wie die original Armbänder des Herstellers - oder eben noch besser. Umgekehrt habe ich an aktuellen Uhren noch kaum ein wirklich passendes Vintage-Armband entdeckt. Ausnahmen gibt es aber auch hier. An einer aktuellen Panerai sah ich mal ein, echt klasse aussehendes, auf Vintage getrimmtes Lederband.

Selbst bei aktuellen Uhren kann man gerne mit der Mode gehen und dabei ganz oben auf der Liste stehen momentan die "Nato-Straps". Sie werden von einigen Herstellern wie Omega sogar schon selbst angeboten und können über den Konzessionär nachgeordert werden. Hersteller wie Breitling gehen dabei eigene Wege und verwenden in ihren Kollektionen Military-Bander, die in ihrer einfachen Form den Lederbändern ähneln. Das erleichtert die Handhabung und trägt nicht zu sehr auf. Die Uhr bleibt im Mittelpunkt des Geschehens. 



Breitling Chronomat 47 GMT Limited Edition Military Strap



Jedoch bin ich zu neueren Uhren ein Verfechter des ursprünglichen Designs einer Uhr. Meist ist es die beste Wahl, dass - bei der Vorstellung einer Uhr - zum Design gehörende Armband beizubehalten. Jetzt stellen wir aber fest, so ein Modell durchlebt einen gewissen Zyklus und auch die Gestaltung geht mit Zeit. Da werden Lünetten verändert oder Zifferblätter neu komponiert und eben neue Armbänder verwendet. Es kann also durchaus passend sein, sich unter den aktuellen Modellen umzuschauen und sich im Zuge eines notwendigen Bandwechsels oder auch einfach mal zur Abwechslung ein neues Band zu gönnen. 


Breitling Chronomat 47 GMT Limited Edition



Einzig ein markenfremdes Band finde ich persönlich etwas unpassend und zwar nicht weil es vielleicht billiger aussieht, es vermeintlich nicht gut verarbeitet wäre oder ich so Markenverliebt bin, sondern weil - wie bereits erwähnt - der Gestalter oder Designer der Uhr sich etwas dabei gedacht hat die angebotenen Bänder, in genau gleichbleibender Qualität, zur jeweiligen Uhr einzusetzen. Die original Armbänder bilden dementsprechend eine gewisse Design-Harmonie im Zusammenspiel mit den Uhren.



Breitling Chronomat 47 GMT Limited Edition Pilot 


Am Beispiel der Breitling Chronomat B04 Limited im 47mm Gehäuse mit Stahlband möchte ich mal unterschiedliche Bänder ausprobieren, die im eigenen Haus, beziehungsweise in der eigenen Chronomat-Linie durchaus in der passenden Größe zu finden sind. Wichtig ist mir dabei auch, den Charakter der Uhr nicht zu verändern. Also wenn es sich um eine wasserfeste Uhr handelt, die sogar bis 200 Meter Druckfestigkeit vorweisen kann und etwas härter rangenommen werden darf, möchte ich keine empfindlichen Lederbänder verwenden - auch wenn dies möglich ist. Schauen wir uns also mal die wasserfesten Bänder an:

Da wäre zum einen das immer beliebter werdende Kautschukband Diver Pro III mit dem markanten Breitling Schriftzug für 120 Euro und einer Dornschließe. Das gleiche Band mit einer Faltschließe verlangt nach weiteren 250 Euro Aufpreis.



Breitling Chronomat 47 GMT Limited Edition Diver Pro III Strap



Der Vorteil der Dornschließe beschränkt sich nicht nur auf den Preis. In erster Linie ist der Tragekomfort durch die fehlende Faltschließe angenehmer. Die Uhr kann flach abgelegt werden und sogar der Glasboden ist jetzt aus allen Richtungen frei einsehbar. Auch schlagen keine Metallglieder mehr beim Ablegen auf das Glas und den Deckelrand. Bei Verwendung einer Faltschließe, muss das Band meist um einiges gekürzt werden. Teilweise derart, dass vom Breitling Schriftzug nur "Brei..." übrig bleibt.

Der verwendete Kautschuk behält lange Zeit Form und Aussehen, ganz anders als beispielsweise Lederbänder. Das Diver Pro III ist natürlich abwaschbar, sieht zusammen mit der Uhr danach immer wie neu aus und es ist selbstredend zum Tauchen geeignet. 

Nachteil, die Uhr muss beim ausziehen, anlegen und abwaschen sehr gut festgehalten werden, damit sie nicht herunter fällt. Und gerade beim Anlegen empfehle ich dazu - bei normalem Einsatz in der Großstadt - das Kautschukband gar nicht erst durch den zweiten Metallbügel hindurch zu schieben.





Mir ist es zudem bisher noch nicht passiert, dass sich die Schlaufe großartig verschiebt und damit das Bandende frei gibt. Also genügt es wohl, nach der Arretierung durch den Dorn sofort die Kautschuk Schlaufe zu nutzen. 

Am Band gibt es absolut keine Verarbeitungsfehler und an der Schließe keine scharfen Kanten. Eine rundum perfekte Sache. Es riecht ein wenig nach Gummi, aber das ist weder stark ausgeprägt noch zu vermeiden.





Die Optik des Diver Pro III Bandes passt jedenfalls ganz hervorragend zum technischen Look der Chronomat 47. Selbst die Proportionen sind mit einem 24mm Bandanstoß und der auf 20mm abfallenden Schließe absolut stimmig gewählt. 

Auf eines muss der künftige Träger jedoch verzichten, dass die Uhr mit diesem Kautschukband noch einmal unter den Ärmel rutscht, ist so gut wie ausgeschlossen. 

Ein tolles Band, welches ich auf jeden Fall mit in den Urlaub nehmen würde. Es passt ganz hervorragend zu Neopren und ist durch die Dornschließe schnell an einen größeren Armumfang anzupassen. Sollte das Handgelenk wirklich noch kräftiger ausfallen als 20cm im Umfang, kann man auf ein extra langes Band ausweichen.





Kommen wir zum gerade erst eingeführten und momentan attraktivsten Band bei Breitling, dem Military Band aus robustem Nylon oder wie es Breitling ausdrückt, einem militärtypischem Gewebe in Khaki Green. 

Eine Augenweide dieses Band. Eine ebenso gute Wahl für den Luftwaffenstützpunkt wie für das Straßencafè.






Es erscheint mittlerweile regelmäßig zu Neuvorstellungen, in fast allen Produktlinien und noch dazu in bislang 3 Farbvarianten: Schwarz, Anthrazit und eben Khaki Green.
Die Military Bänder gibt es aktuell offiziell - in der Linie Chronomat - nur für die Airborne Modelle. Sie passen aber ganz hervorragend zur Gestaltung der anderen Chronomat Varianten und sicher werden da zur Baselmesse 2015 wieder einige Neuvorstellungen folgen. Die Gerüchteküche spricht derweil von einem Colt Automatik Chronographen im 44mm Gehäuse. Sicher würde dieser Uhr auch ein Military-Band stehen. 

Eine vorab Umstellung auf so ein Nylonband mit 24er Anstoß kostet, wie in diesem Fall mit einer Dornschließe, satte 180 Euro. Die Schließen gibt es dafür poliert oder satiniert. 










Das Military Band trägt sich am angenehmsten von den dreien. Es ist strapazierfähig und wasserfest. Die Beschichtung der Rückseite ist jedenfalls nicht aus herkömmlichem Leder gemacht sondern einem dünnen Kunststoff, der sich ganz weich wie Kunstleder oder wie Kautschuk anfühlt. 
Die Uhr wirkt durch den Glanz und die Farbe des Nylons regelrecht elegant, sportlich und es macht die Uhr optisch schlanker. Es trägt eben nicht so auf wie das kräftigere Kautschukband. Es ist auch überhaupt nicht aufgepolstert wie bei Lederarmbändern üblich und dennoch kräftig genug um gut auszusehen. Durch diesen schlanken Auftritt kommt es tatsächlich auch schon mal vor, dass das Military Band unter den Ärmel rutscht. Aber warum eine so schöne Uhr nicht zeigen?






Unser Ausgangspunkt aber war schließlich das original Stahlband dieser limitierten Uhr. Jetzt könnte man sagen, an einer Limitierung sollte man überhaupt nichts verändern. Denn limitiert ist schließlich genau diese Ausführung. 

Unter Experten gibt es teilweise immer noch die Meinung, dass die Bänder nur Accessoires sind, eigentlich nicht zur Uhr gehören und beliebig getauscht werden können. Auch wenn die Hersteller und viele Uhrenliebhaber das anders sehen. 

Persönlich strebe ich nach der größtmöglichen Originalität. Ich verbaue nichts, was der Hersteller zur Linie nicht selbst anbietet, weder an einem Automobil noch an einer Uhr. 






Zweifellos ist das Stahlband mit Faltschließe - zumal die Uhr ausschließlich so vertrieben wurde -  die beste Lösung für die Uhr, aber auch die teuerste und empfindlichste. Kratzer, Schlagstellen und ein Ausleiern lassen sich eigentlich nicht vermeiden, wenn die Uhr tatsächlich getragen wird. 
Mit 1270 Euro Anschaffungspreis setzt sich das original Pilotband der Chronomat 47 an die Spitze des machbaren. Für das Band spricht die perfekte Verarbeitung, die Gestaltung aus einem Guss und die einfache Reinigung. Fast ohne Probleme rutscht das Band auch mal unter den Anzug. 
Ein wenig massiver wünschte ich mir die Ausführung der Schließe aber dann doch. Zu der einfachen Blech-Schließe wäre wirklich dringender Handlungsbedarf, vor allem in dieser Preisklasse. Selbst eine Schnellverstellung darf eigentlich heute nicht mehr fehlen. Bei den Breitling for Bentley Modellen wurde teilweise bereits umgestellt.







Und es gibt sie noch, die Tage, an denen einem das Stahl-Band sperrig vorkommt. Sollte man im Sommer stark schwitzen, neigt es dazu sich am Arm zu drehen. Ein schnelles verstellen ohne passendes Werkzeug ist ja leider nicht möglich. Da ist es doch gut wenn man Alternativen hat.





Mein Favorit ist das total angesagte Breitling Military Band. Es glänzt mit neuesten Materialien, einer top Verarbeitung und einem sehr guten Tragekomfort. Wer Dornschließen nicht mag und bereit ist noch eine wenig mehr zu investieren, dem sei eine Faltschließen-Lösung empfohlen. Zumindest wenn der Bandanstoß zur Uhr 22mm beträgt, ist das machbar. Bei einem 24er Anstoß, wie zur Chronomat 47 GMT, gibt es das noch nicht.  




Breitling Military Strap Khaki Green

Und machen wir uns nichts vor, Sonderangebote sind sie alle nicht. Aber immerhin reden wir hier vom wichtigsten Schmuckstück des Mannes. Und das sollte uns doch einiges wert sein. Vielleicht haben Sie auch Lust bekommen ihre 10 Jahre alte Breitling Chronomat zur Verjüngungskur zu geben? Alle Kratzer und Macken raus, schleifen und polieren lassen. Was wäre anschließend schöner, als sie mit einem originellen Armband - vielleicht sogar mit dem großartigen Military-Armband - zu verbessern? Die Liebe quasi neu entfachen!



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